Kanaillen-Tour Logbuch-Eintrag Nr. 4

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Es fängt schon langsam an schwierig zu werden zu wissen, von wo man am Tag zuvor losgefahren ist. Vorallem wenn man selbst noch gar nicht Tour-Blog geschrieben hat.
Achja, wir fuhren also wieder aus den Niederlanden raus und kamen nach 3 Stunden in Spellen bei der Privatbrauerei Brauprojekt 777 an. Nach einer Stärkung beim Wochenmarkt, spielten wir den ersten Auftritt des Tages bei Sonnenschein, mit freundlichem Publikum und saugutem Bier. Wirklich saugut. Der nette Torsten gab uns als Bezahlung auch gleich zwei Pakete davon mit, neben 5 Tshirts der Brauerei („Pilsss – Lass zischen“). Die hatten wir dann beim nächsten Konzert am Abend in der Kutscherstube im Nachbarort Dinslaken auch an. Dazu später mehr.
Feuchtfröhlich singend mit einigen der lekkeren Biere intus, fuhren wir mit Ruth, welche uns den Auftritt in ihrer Heimat organisiert hatte und Kayleigh am Abend an der Kamera ersetzen sollte, hin. Aus der ersten Kiste wurde sich dann beim Aufbau auch gleich bedient. Beim Abendessen zusammen mit Linda und Andrea im Restaurant waren wir dann sogar dem Kellner peinlich, der, als wir lautstark anboten auch ihm die Hand zu lesen, leise lächelnd, dem Essen zugewandt, den Kopf schüttelte.
Das gute „Top Secret Chop Suey“ gab uns Kraft, um über den Abend zu kommen. Zumal Torben plötzlich Fieber bekam, was aber nach einmal Aspirin, Whiskey und Bier auch wieder schnell vergessen war. Nur die Halsschmerzen plagen ihn noch, aber seine Verfassung beschreibt er derzeitig anhand der Daumenskala mit „rechts oben wackelnd“ – es geht also bergauf.
Nach einigen kathartischen Momenten  („Wir müssen hier raus“) und einer spontanen Erstprobe des Liedes „Diogenes Punk #1“ auf der Bühne, ließ sich durch unser Konzert auch hier im Pub eine Stimmung verbreiten, welche die Leute zum Ende hin dazu bewegte, ihre Kameras zu zücken, zu tanzen und den herumgegebenen Hut und somit unseren Bus neu zu befüllen.
Wir betankten uns also weiter und fuhren nachts, nach einem intimen bandinternen Stellvertreterkuss, mit dem Sammeltaxi an den Ortsrand, wo unsere Herberge für die Nacht stand. Leider wurde uns durch die vergessene Schlüsselübergabe der Toilettenzugang verwehrt. Simi fand aber im Garten einen Wasserhahn, den er mit seinem Vierkant-Stimmschlüssel zu öffnen wusste, um die nach Wasser dürstende Band nach diesem schlauchenden Tag zu versorgen (hat er jut jemacht- also ich). Henning verbrachte derweilen die Nacht bei mecklenburger Geschichten gemütlich im Bandbus mit Spontangast Fabian.
Ruth holte uns morgens ab, wir frühstückten bei ihrem fürsorglichen Papa Thomas und fahren seit dem Einladen des Equipments nun Richtung Stuttgart an diesem 6. Tag zum 7. Gig. Lass zischen!

Eure Lappalien